Für NRW‑Akteure: BMFTR fördert KI‑Grundlagenforschung©MIND AND I – stock.adobe.com
Ausgewählte Projekte aus Wissenschaft und Wirtschaft erhalten bis zu zwei Millionen Euro Förderung – Einreichungsfrist 30. April 2026
Künstliche Intelligenz ist heute in Medizin, Industrie und Alltag angekommen. Weitgehend unsichtbar bleiben dabei jedoch die methodischen Grundlagen, auf denen moderne KI-Systeme beruhen. Genau an dieser Stelle setzt ein neuer Förderaufruf des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) an: Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) werden Forschungsprojekte zum Thema »Innovative Grundlagen für KI-Methoden und ML-Modelle« gefördert. Auch nordrhein‑westfälische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft, die an zukunftsweisenden KI‑Methoden arbeiten, sind aufgerufen, sich bis zum 30. April 2026 zu bewerben.
Im Mittelpunkt der Bekanntmachung steht nicht die Anwendung von KI‑Systemen, sondern deren Innenleben. Gefördert wird die Entwicklung hybrider KI‑Ansätze, die die Stärken lernender Verfahren systematisch mit explizitem Wissen, Kausalität, formalen Methoden, symbolischen Ansätzen oder physikalischen Modellen kombinieren, um neue Leistungsdimensionen zu erschließen. Ziel ist es, KI robuster, effizienter, nachvollziehbarer, vertrauenswürdiger und vielseitiger einsetzbar zu machen sowie Fehlinterpretationen und sogenannte Halluzinationen zu reduzieren. Ebenfalls adressiert werden intelligente Agenten sowie grundlegende Fragen der Energie‑ und Ressourceneffizienz von KI‑Modellen.
Das BMFTR fördert ausgewählte Projekte mit bis zu zwei Millionen Euro (zuzüglich Projektpauschale) über eine Laufzeit von in der Regel drei Jahren. Die Förderung richtet sich an Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern, sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Projektergebnisse können fachübergreifend genutzt werden, etwa als Grundlage für intelligente Assistenzsysteme, präzisere Analyse‑ und Diagnoseverfahren, automatisierte Maschinen oder effizientere Produktionsprozesse – wozu auch Robotiksysteme zählen.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Projektskizzen können bis zum 30. April 2026 digital eingereicht werden.