KI.NRW begleitet Hendrik Wüst mit Wirtschaftsdelegation nach Ankara© Land NRW / Marcel Kusch
Dr. Christian Temath: Kooperationen auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz anvisiert
Am Montagmorgen, 28. September 2026, ist Ministerpräsident Hendrik Wüst zu einer Reise in die Republik Türkei aufgebrochen. In Ankara und Istanbul hat er politische Gespräche geführt und ist mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie mit Unternehmerinnen und Unternehmern zusammenkommen. Begleitet wurde Ministerpräsident Wüst von einer Delegation aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Mit dabei war auch Dr. Christian Temath, Geschäftsführer der Kompetenzplattform KI.NRW.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: »Keine Region ist gesellschaftlich und wirtschaftlich so eng mit der Türkei verbunden wie Nordrhein-Westfalen. Rund eine Million Menschen mit Wurzeln in der Türkei leben in Nordrhein-Westfalen, das sind ein Drittel aller Türkeistämmigen in Deutschland. Sie sind selbstverständlicher Teil unseres Landes. In unsicheren Zeiten sind stabile Partnerschaften wichtiger denn je. Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit dort vertiefen, wo gemeinsame Interessen bestehen. Europa und die Türkei rücken durch die weltweiten Veränderungen näher zueinander. Als NATO-Mitglied mit hohem politischem und militärischem Gewicht kann die Türkei eine wichtige, konstruktive Rolle bei den Herausforderungen dieser Zeit einnehmen. Nordrhein-Westfalen sieht sich auch mit Respekt für die Lebensgeschichten von so vielen Menschen in einiger eigenen Verantwortung. Es ist an der Zeit, ein neues Kapitel in den Beziehungen zur Türkei aufzuschlagen. Denn gerade als gute und enge Partner können wir kritische Fragen und Themen, wo wir unterschiedlicher Auffassung sind, einfacher ansprechen und für Verbesserungen eintreten. Wir wollen den Blick auf das Positive richten für eine gestärkte Zusammenarbeit in der Zukunft.«
Teil des Programms der Delegationsreise war daher auch ein von NRW Global Business organisierter Investment Attraction Roundtable. Im Beisein von Ministerpräsident Hendrik Wüst wurden mögliche Kooperationen und Investitionsoptionen ausgemacht. Dabei spielte der Bereich der Künstlichen Intelligenz eine zentrale Rolle.
»Beide Partner blicken auf eine starke industrielle Tradition zurück, die derzeit einen tiefgreifenden Wandel durchläuft. Im Laufe unseres Gesprächs haben wir zahlreiche Bereiche für eine Zusammenarbeit identifiziert, darunter erneuerbare Energien, KI-gesteuerte Batteriespeicher und KI-gestützte Simulationen. Ich freue mich sehr darauf, diese Ideen in Nordrhein-Westfalen weiter aufzugreifen und die Diskussionen voranzutreiben«, sagt Dr. Christian Temath, Geschäftsführer KI.NRW.
KI.NRW engagiert sich seit mehreren Jahren für eine Stärkung der Deutsch-Türkischen Beziehungen, etwa mit der regelmäßigen Teilnahme am Programm des Deutsch-Türkischen Wirtschaftstages, organisiert durch den Verein ATİAD e.V.
In enger Zusammenarbeit mit NRW Global Business ist KI.NRW auch an anderen Stellen weit über die Landesgrenzen hinaus aktiv. Für ausländische Unternehmen, die eine Ansiedelung am KI-Standort Nordrhein-Westfalen erwägen, gibt die Broschüre Artificial Intelligence in NRW eine erste Übersicht.