»Produktives.NRW«: Landesregierung fördert digitale, umweltfreundliche und effiziente Schlüsseltechnologien © narawit – stock.adobe
Unternehmen aus NRW können sich bis zum 31. März 2026 für die Förderung bewerben
Mit dem Förderaufruf »Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen« setzt das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) ein Zeichen für den technologischen Strukturwandel im Rheinischen Revier und im nördlichen Ruhrgebiet. Der Förderaufruf – umgesetzt im Rahmen der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027) – unterstützt kleine, mittlere und große Unternehmen dabei, innovative, nachhaltige und strategisch relevante Technologien für den EU-Binnenmarkt zu entwickeln.
Die Industrie in Europa und NRW steht vor großen, neuen Herausforderungen. Diese betreffen besonders zu erwartende wirtschaftliche Anpassungen bei Wertschöpfungsketten und Energieversorgung. Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven, um die wirtschaftliche Souveränität zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Ziel des Förderaufrufs ist es daher, die strategischen Abhängigkeiten in der EU und NRW zu verringern und die Produktion kritischer Technologien von wirtschaftlichem Potenzial zu stärken.
Der Förderaufruf unterstützt die Entwicklung bzw. Herstellung von Schlüssel- und Spitzentechnologien sowie die Sicherung und Stärkung der entsprechenden Wertschöpfungsketten. Dafür ist die Errichtung von Produktionslinien und neuartiger Anlagen sowie der Aus- bzw. Umbau bestehender Anlagen in wichtigen Technologiebereichen nötig. Im Rahmen dieser Förderung werden deshalb Mittel für Ansiedlungen, Erweiterungen und Investitionen zur Entwicklung bzw. Herstellung der folgenden kritischen Technologien bereitgestellt:
- Digitale Technologien und technologieintensive Innovationen, wie Quanten-, Halbleiter- und Sensortechnologien, Künstliche Intelligenz, Robotik und fortschrittliche Navigationstechnologien
- Umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien, wie z. B. fortschrittliche Fertigungs- und Recyclingtechnologien, erneuerbare Energien, Wasserstoff-, Batterie- und Energiespeichertechnologien sowie klimafreundliche Antriebstechnologien für den Verkehr
- Biotechnologien, unter anderem in der Bioinformatik, in den Verfahrenstechniken sowie in der Zell- und Gewebekultur und -technik
Antragsberechtigt sind kleine, mittlere und große Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung im Rheinischen Revier (u. a. Städteregion Aachen, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss) sowie im nördlichen Ruhrgebiet (Bottrop, Dorsten, Gladbeck, Marl). Auch Unternehmen, die dort künftig eine Niederlassung gründen möchten, können sich beteiligen. Die vierte Einreichungsrunde endet am 31. März 2026 um 14:00 Uhr.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Innovationsförderagentur NRW.